US-Airforce von SpaceX wegen unfairen Wettbewerb verklagt

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SpaceX hat wegen Fördergeldern eine Klage gegen die US-Airforce eingereicht. Geklagt wird über die Verteilung der Subventionen für die Entwicklung neuer Raketen für Militärmissionen. Vor 6 Jahren hatte das Unternehmen schon einmal die US-Luftwaffe verklagt und betraf die Verweigerung der Zuteilung von Raketen für Satellitenstarts. Erfahre im Video etwas über SpaceX.

Was fordert die Klage?

Vom US-Technologiemagazin Geekwire wurde die umfassende Klageschrift veröffentlicht, in der SpaceX eine Anpassung der Wettbewerbsbedingungen fordert. Konkurrent Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos hatte die unfairen Wettbewerbsbedingungen bereits in seiner Klage angemerkt. Seiner Zeit zählte Blue Origin zu den Gewinnerfirmen und bekam eine halbe Milliarde US-Dollar, um damit die wiederverwendbare New Glenn Rakete zu entwickeln. Jedoch durften sich jahrelangen Militärvertragsfirmen über erheblich höhere Fördersummen freuen. Satte 967 Millionen US-Dollar bekam die United Launch Alliance (ULA) und 762 Millionen US-Dollar der Luftfahrtkonzern Northrop Grumman. Die Gelder dienten der Entwicklung der Raketen Vulcan und Omega, die allerdings nach Angaben der zwei Rüstungskonzerne dazu dienten die lukrativen Militärmissionen durchzuführen. Die Raketen seien wirtschaftlich nicht wettbewerbsfähig.

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SpaceX machte Fehler

In seiner ersten Bewerbung verfehlte SpaceX die Kriterien des Wettbewerbs und musste hier eine Anpassung vornehmen. Das Unternehmen kassierte eine Ablehnung, doch die Absage fiel mit nur sechs Seiten echt knapp aus. In dem Schreiben machte die US-Airforce den eigenen Standpunkt klar, ohne auf die Gegenargumente einzugehen. Die Raumfahrtfirma von Elon Musk wirft der Luftwaffe in der Klage vor, unzureichende Sorgfalt an den Tag gelegt zu haben. Die US Airforce hätte zudem fünf Monate Zeit für eine eindeutige Beantwortung gehabt. Was ebenfalls bemängelt wurde, ist die unzutreffende und oberflächliche Bewertung der eingereichten Bewerbung. Nach dem Gesetz müssen mindestens zwei unterschiedliche Raketen für Militärmissionen verfügbar sein, wodurch der Wettbewerb entstand. Denn für derartige Missionen steht künftig nur noch die Falcon 9 bereit, sobald die alten Raketentypen Delta IV und Atlas V eingemottet werden. Basierend auf diesen Fakten wurde der Wettbewerb ausgerufen.

Mehrstufiger Prozess

Die Raketenentwicklung ist auf mehreren Stufen aufgebaut, wobei die erste Stufe neue Triebwerke vorsah, welche das russische RD-180 Triebwerk ersetzen sollten. Die aktuelle Phase sieht eine Förderung dreier Raketenkonzepte vor. In der letzten Stufe soll die Wahl auf zwei Raketen fallen, die ab 2022 erste Missionen durchführen sollen und 2025 schwierigste Aufträge fliegen werden. Der enge Zeitplan und Unsicherheiten bei der Entwicklung führte dazu, dass die einzelnen Wettbewerber eine Ersatzrakete bestimmen müssen. Von SpaceX wurden die zwei Falcon-Raketen vorgeschlagen, während die Konkurrenz nur die Atlas V zur Hand hatte und als Alternative einreichte, obwohl sie mit dem russischen Triebwerk läuft. Die Absage an SpaceX ging auf diesen Punkt allerdings nicht ein. Auf die Fixkosten nahm die US Airforce keine Rücksicht, obwohl die ULA jährlich 1 Mrd. US-Dollar an Subventionen zur Produktion der Atlas V und Delta IV bekommt. Nach Ansicht von SpaceX können die Falcon 9 und die Falcon Heavy die Missionen erfüllen, die in den nächsten sechs Jahren in Planung sind.

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Starship soll Satellit tragen

Im Jahr 2025 soll ein 17 Tonnen schwerer Militärsatellit ins All geschossen werden und dies soll nur das Raumschiff Starship von SpaceX leisten können, während die übrigen Missionen die Falcon-Raketen erfüllen. Die US-Luftwaffe zahlte an die drei erfolgreichen Wettbewerber jeweils 100 Millionen US-Dollar aus. Die zweite Phase soll für alle Unternehmen geöffnet sein. Hier sollen dann zwei Raketen mit je einer Alternative ausgewählt werden. Von den Richtern wird die Entscheidung im Herbst getroffen. Elon Musk plant mit SpaceX im Jahr 2028 die Landung auf dem Mars und möchte dort eine erste menschliche Kolonie aufbauen. Der futuristische Plan gilt Kritikern als zu ehrgeizig.

SpaceX Doku

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