USA planen Weltraumstreitmacht mit dem Titel „US Space Force“

USA planen Weltraumstreitmacht mit dem Titel „US Space Force“

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Die USA haben offenbar mit dem Aufbau einer im All stationierten Streitmacht begonnen. Die „US Space Force“ wurde ins Leben gerufen, weil der Weltraum für die Vereinigten Staaten eine starke strategische Rolle spielt. In den letzten 20 Jahren hielt sich das US-Militär mit der Entwicklung von Weltraumwaffen zurück. Eine schnelle Aufrüstung erscheint da nur logisch. China und Russland (Hyperschallwaffen) entwickeln verstärkt Anti-Satellitenwaffen.

Was ist die US Space Force?

Im März dieses Jahres  sprach US-Präsident Donald Trump vor Marinesoldaten in Kalifornien. Die wichtigste Info dabei: Seine neue nationale Strategie sieht das All ebenso als Kriegsschauplatz, wie Land, Luft und Meer. Er bezeichnete bei seiner Rede die neuen Streitkräfte als Space Force. Trump zeigte sich von der Idee begeistert und strebt demnach offenbar eine Umsetzung an. Im Vorfeld wurde die Idee einer separaten „Space Corps“ in diesem Jahr aufgegeben. Stattdessen wurde die Amtszeit des verantwortlichen Kommandeurs auf sechs Jahre ausgedehnt, entschied der NDAA (National Defense Authorization Act). Diese Entscheidung stärkte die Position des Raumfahrtkommandos der US-Luftwaffe, das dem United Space Command unterstellt ist.

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United States Space Command

Das United States Space Command (USSPACECOM) entstand im Jahr 1985 mit dem Ziel die US-Streitkräfte bei der Nutzung des Weltraums zu unterstützen. Seit rund 30 Jahren setzt das US-Militär in Konfliktregionen auf weltraumgestützte Navigation, Satellitenkommunikation, Spionage, Raketenwarnung und Wettersysteme. Die Zusammenlegung der USSPACECOM mit der USSTRATCOM führte zu einer erweiterten USSTRATCOM. US Space Force Raumstation

Donald Trump will Space Force real werden lassen

Die US-Streitkräfte sollen mit der Gründung einer Space Force in den Weltraum verlagert werden. Wie dies genau geschehen soll, darüber schwieg sich Donald Trump aus. In den 1980er-Jahren versuchte der damalige US-Präsident Ronald Reagan mit dem Start des SDI-Programms (Strategic Defense Initiative), bereits das All waffentechnisch zu nutzen. Geplant waren kinetische Projektilwaffen, Railguns und Röntgenlaser. Existent sind mittlerweile Railguns und Lasersysteme, die bei der US Airforce und US-Marine testweise im Einsatz sind. Die SDI-Kosten explodierten und führten in den 1990er-Jahren zur Unterbrechung, bevor das Programm ab der Regierung Clinton unter der Bezeichnung National Missile Initiative (NMD) bis heute fortgesetzt wurde.

Wie real ist eine US Space Force?

Die Schaffung einer US Space Force wäre mit den heute verfügbaren Technologien wie 3D-Druck möglich und würde dennoch erhebliche Milliardenbeträge kosten. Vorstellbar wäre ein Raumschiff oder Raumstation mit Überwachungssystemen und Waffen an Bord. Diese Basis müsste ständig bemannt, gewartet und laufend einsatzbereit sein, um auf Bedrohungen reagieren zu können. Die Frage ist nicht die technische Realisierbarkeit, sondern die unvorstellbaren Kosten. Die Baukosten eines Raumschiffs oder Station könnte schnell die Grenze von 1 Billion US-Dollar erreichen und hinzu kämen jährliche Unterhaltskosten in Milliardenhöhe. Die verstärkte Kommerzialisierung des Weltraums durch Firmen wie SpaceX könnten langfristig zu einer US Space Force mit überschaubaren Kosten führen.  Das geheime Experimental-Shuttle X37B  soll in Zusammenhang mit der Bewaffnung des Alls stehen und als Waffenplattform dienen. Donald Trump zog es 2017 mit geplanten bemannten Missionen zum Mond und Mars. In der Zwischenzeit scheinen seine Prioritäten bei einer Militarisierung des Weltalls zu liegen. Die NASA plant mit Kilopower die Installation eines Atomreaktors auf dem Mond. Erschreckende Vorstellung, wenn ein bewaffnetes Raumschiff ständig in Zukunft im Erdorbit kreist…

Raketenabwehr in der Erdumlaufbahn

Vor über 30 Jahren startete der damalige US-Präsident Ronald Reagan das Projekt SDI (Strategic Defense Initiative) und sollte eine Raketenabwehr werden, die aus Raketen und Lasersystemen bestand. Technische Hürden und das Ende des Kalten Kriegs ließen SDI schließlich zu einem Flop werden und dennoch entstand unter George Bush ein megateures Raketenabwehrschild. Die geplante Raketenabwehr ist die Antwort auf die enormen Fortschritte Russlands und China in der Waffentechnik. Beide Länder arbeiten oder verfügen bereits über Hyperschallwaffen, Drohnen und Tarnkappentechnik. In der Erdumlaufbahn sollen Sensoren und Abfangraketen stationiert werden, um bei einem Raketenangriff entsprechend gewappnet zu sein. Ziel des Systems ist der Abschuss feindlicher Raketen noch während der Startphase. Der Bericht, der momentan von James Anderson, dem Staatssekretär für Strategie, Pläne und Kapazitäten, erstellt wird, soll die Machbarkeit einer weltraumgestützten Raketenabwehr beschreiben.

Tausende Raketen

Nach einer wissenschaftlichen Analyse wäre eine Raketenabwehr im All mehr oder weniger “Unsinn”, weil in jeder Umlaufbahn über ein Zielgebiet wie Nordkorea hunderte Raketen stationiert werden müssten. Eine lückenlose Abdeckung erscheint vor diesen Hintergrund unwahrscheinlich und die Kosten für das Raketenabwehrsystem im Erdorbit wären astronomisch. Das Projekt erscheint wegen des extremen Aufwands an Ressourcen, Zeit und unglaublicher Kosten nicht realistisch zu sein. Russland und China wären im Vorteil, da sie ihren Fokus auf bodengestützte Raketen verstärken könnten. Der James Bond Film „Moonraker“ aus dem Jahr 1979 beschäftigte sich mit einer im Weltraum stationierten Armee und der Raumstation eines verrückten milliardenschweren Unternehmers.

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Neues Wettrüsten als Ziel?

Ein Wettrüsten im Weltraum könnte einer der Hintergründe für das geplante Raketenabwehrsystem der USA sein, um Russland, China, Nordkorea und den Iran abzuschrecken. Das gescheiterte SDI-Programm verschlang mit seinem Start im Jahr 1983 bis zu seiner Einstellung zehn Jahre später 32 Milliarden US-Dollar. Der US-Verteidigungshaushalt beläuft sich für 2019 auf 716 Milliarden US-Dollar und ist das höchste Budget weltweit, doch technologisch sind die USA teilweise dennoch anderen Staaten unterlegen und verfügen aktuell über keine wirksame Abwehr gegen Hyperschallraketen.

Weitere Ziele der USA

Im Jahr 2024 plant Trump die erste bemannte Mondlandung seit 40 Jahren und vorzugsweise soll die NASA statt eine kommerzielle Firma wie SpaceX dort mit einem Raumschiff landen. Die Unternehmer Elon Musk, Jeff Bezos und Richard Branson streben mit ihren Konzernen ebenfalls zum Mond. Der Mars steht auch hoch im Kurs, hier plant Musk für 2028 einen Flug und Aufbau einer Kolonie.

Gescheitertes SDI-Programm

USA planen Weltraum-Armee:

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