Trump und  Kultmarke Harley-Davidson im Clinch

Trump und die Kultmarke Harley-Davidson im Clinch

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Die US-Motorradmarke Harley-Davidson hat unter der Zollpolitik von US-Pr√§sident Donald Trump zu leiden. Zerst√∂rt er mit seiner Politik unbeabsichtigt den Motorradhersteller?Das Unternehmen, dessen Motorr√§der einen weltweiten Kultstatus genie√üen, k√ľndigte eine¬†Produktionsverlagerung au√üerhalb der USA an. Am Artikelende wartet ein cooles Video zur Harley auf dich.

Warum sagt Harley-Davidson den USA bye bye?

In diesem Jahr feiert Harley-Davidson seinen 115. Geburtstag und Trump f√§hrt dem Motorradhersteller mit seiner Zollpolitik nun in die Parade. Laut Trump w√ľrde die Kultmarke mutlos und unamerikanisch wegen der Streitigkeiten mit der EU handeln.Als Antwort auf die k√ľrzlich erhobenen Strafz√∂lle der EU in H√∂he von 25 Prozent auf US-Produkte soll die Motorrad-Produktion von den USA nach Europa verlagert werden.Die Produktionsverlagerung soll die Kosten d√§mpfen und die Motorr√§der schneller an die europ√§ischen Kunden bringen. In 9 bis 18 Monaten soll die Verlagerung abgeschlossen sein.Vor drei Monaten hatte Harley-Davidson die US-Regierung gewarnt, dass Strafz√∂lle auf Stahl und Aluminium eine Verteuerung der Produktion in den USA zur Folge h√§tte.

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Harley-Davidson Motorräder bleiben erschwinglich

Die Preise f√ľr seine Motorr√§der plant Harley-Davidson trotz der gestiegenen Kosten nicht zu erh√∂hen. Wie das Unternehmen in einer Pflichtmitteilung¬†schreibt, sei der Markt in Europa wichtig und eine Preisanhebung w√§re dem nicht zutr√§glich.Im Jahr 2017 konnte Harley-Davidson rund 40.000 Motorr√§der an den Mann bringen. Dies h√§tte ordentliche Einnahmen generiert und aus diesem Grund w√§re ein R√ľckzug vom wachsenden europ√§ischen Motorradmarkt kontraproduktiv.Nach Berechnungen der Kultfirma werden die EU-Zollkosten im Jahr bei 90 bis 100 Millionen US-Dollar liegen.

Produktionsverlagerung keine wirkliche √úberraschung

Die Produktionswerke in Indien, Thailand und Brasilien sollen eine Erweiterung erfahren. Die Zusatzkosten hierf√ľr beziffert Harley-Davidson mit 30 bis 45 Millionen US-Dollar f√ľr 2018.Die angek√ľndigte Produktionsverlagerung ist keine sonderliche √úberraschung: Der Motorradhersteller entschied lange vor den jetzt saftigen Strafz√∂llen, seine Produktion in Thailand auszubauen.Die Fertigung in Kansas City soll mit der Schlie√üung von einem der zwei Werke teilweise eingedampft werden. Die Entscheidung das Werk zu schlie√üen traf Harley-Davidson schon vor rund sechs Monaten.Auf Twitter musste Trump erst einmal kleinlaut zur√ľckrudern und zugeben, nicht in die Entscheidung involviert gewesen zu sein.

Bei den Verkaufszahlen verbucht der Motorradkonzern seit Jahren einen R√ľckgang und erwartet f√ľr dieses Jahr einen Absatz von 231.000 bis 236.000 Motorr√§dern.

Europa: Ein Wachstumsmarkt

Im ersten Quartal 2018 konnte Harley-Davidson seinen Umsatz in Europa um 6,8 Prozent steigern, w√§hrend im Heimatland USA ein Umsatzminus von 12 Prozent verkraftet werden musste.Die USA bleibt mit einem Absatzanteil von 57 Prozent an allen verkauften Motorr√§dern der Kultmarke weiterhin ein zentraler Markt.¬†Ob ein Werk in Europa gebaut wird, dar√ľber sind aktuell keine Informationen bekannt.Der internationale Umsatzanteil soll auf 50 Prozent gesteigert werden. Im Rahmen einer Zukunftssicherung soll im Jahr 2019 die erste Harley mit Elektromotor auf den Markt kommen. Der Plan sieht au√üerdem vor, eine j√ľngere K√§uferschicht anzusprechen, weil die √§lteren Motorradfans langsam weniger werden.

Kampf um die Freiheit im Handel

Ber√ľhmt wurde Harley-Davidson vor allem mit Filmen wie ‚ÄěEasy Rider‚Äú und auch Arnold Schwarzenegger fuhr in ‚ÄěTerminator II ‚Äď Tag der Abrechnung‚Äú eines dieser Kultmotorr√§der.Gegen die immer sch√§rfer werdende Zollpolitik auf dem Globus setzt sich das US-Unternehmen ein. Gek√§mpft wird um die Freiheit im internationalen Handel, den der Motorradhersteller durch die Z√∂lle bedroht sieht.

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