Reisefans aufgepasst: Wir verpesten die Welt!

Auto & Reise

Wir wussten schon lange, dass der Tourismus eine Billionen-Dollar-Industrie ist, jetzt hat eine riesige Umweltstudie aber deprimierende Nachrichten für Reisejunkies: der CO2-Fußabdruck des Tourismus ist etwa viermal so groß wie bisher angenommen! Nur schon von 2009 bis 2013 sind die tourismusbedingten Emissionen um rund 15 Prozent von 3,9 Gigatonnen Kohlendioxid -auf 4,5 Gigatonnen gestiegen. Ist die Welle noch aufzuhalten?

Was haben die Jungs da überhaupt ausgerechnet?

Forscher der University of Sydney, der University of Queensland und der National Cheng Kung University arbeiteten zusammen, um die gesamte Angebotskette des Tourismus zu bewerten. Dazu gehören Transport, Unterkunft, Essen und Trinken, Souvenirs, Kleidung, Kosmetik und alles, für was du sonst noch so deine Kohle raushaust. Alles in allem verursacht der globale Tourismus rund acht Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen. Das ist ordentlich was an Abgase!

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Die Zukunft sieht nicht gerade rosig aus

Nach den Angaben der Forscher sollen die CO2-Emissionen des globalen Tourismus bis 2025 auf etwa 6.5 Gigatonnen steigen. Wie es dazu kommt? Es liegt vor allem daran, dass du heutzutage überall superschnell hinfliegen kannst (und es auch machst!) und all die Businessmänner in ihren hübschen Anzügen durch die Welt jetten. On top: Du verdienst stetig mehr und die Preise der Flüge werden gedrückt. So kommt das Wegfahren krass günstig!

Fühlst du dich verantwortlich?

In der Studie wurden zwei verschiedene Zuteilungen gemacht: eine teilt die Emissionen dem Heimatland der Touristen zu und die zweite dem Zielland. Sind die tourismusbedingten CO2-Emissionen die Verantwortung der Touris oder der Reiseziele? Im Fall eins: Es bleibt uns nichts anderes übrig, als die Länder zu finden, die all die Touristen in die Welt hinausschicken und dann Wege zu finden, deren CO2-Footprint zu reduzieren. Im Fall zwei kann mit den Reisezielen abgerechnet werden und die Emissionen dort reduzieren. Du fragst dich, wie das gehen soll? Zum Beispiel mit besserer Technologie, die schonender mit der Umwelt umgeht.

Die Staaten als doppelter Spitzenreiter

Die Vereinigten Staaten sind gleich zweimal verantwortlich: Viele Menschen reisen sowohl aus den USA, als auch in die USA – gefolgt von China, Deutschland und Indien. Was ist aber mit der Pro-Kopf-Basis? Da sind die Inselziele die Platzhirsche! Die Malediven stehen ganz oben auf der Liste.

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Inseln sind in der Zwickmühle

Die kleinen Inselstaaten sind zwar einerseits vom Einkommen der Touristen abhängig, andererseits bedrohen diese die wertvolle Biodiversität der Inseln. Was noch dazu kommt: Die kleinen Inseln sind oft isoliert und haben wenig Kohle. So ist es nicht gerade einfach, die Technologie etwas aufzupeppen und Verbesserungen in Angriff zu nehmen. Die Malediven, Mauritius und andere kleine Inseln suchen beispielsweise aktiv nach Möglichkeiten, ihre Kapazitäten für erneuerbare Energien auszubauen und so Abgase von Hotels, Verkehrs- und Erholungsgebieten runterzuschrauben.

Kannst du helfen?

Ein paar Geldgeber könnten den Inseln sicherlich nicht schaden. Auch technologisch sind sie auf Hilfe angewiesen. Vielleicht könnten da sogar die entwickelnden Länder, die Massen an Touristen senden, angestiftet werden? Die Forscher hoffen, dass die Studie ein neues Gesprächsthema aufwirft und immer mehr über Öko-Tourismus nachgedacht wird. Es ist höchste Eisenbahn, dass sich Land und Leute mit den Auswirkungen des Tourismus beschäftigt. Was du ganz persönlich tun kannst? Schau dir die CO2-Kosten deiner Flüge an und kompensiere sie gleich. Ist dir das noch nicht genug, dann frag dich einfach: Wie wärs mal mit Urlaub zu Hause?

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