Firearm lying on American flag. Gun control concept

USA-Shopping: Kondome, Kaugummi und Maschinengewehr

Big Stories

Mitte letzter Woche am Mittwoch, 14.02.2018 in Parkland, Florida. Da war es mal wieder soweit. Ein 19-jähriger Schüler lief in seiner ehemaligen Highschool Amok. Die Tatwaffe: ein AR-15-Schnellfeuergewehr, das er ein paar Tage zuvor ganz legal gekauft hatte. Er tötete 17 Schüler. Danach ging er in den Supermarkt und zu McDonald’s. 

Fakten und Zahlen (laut Small Arms Survey, Geneva Declaration, UNODC)

USA: 90 von 100 Menschen haben Schusswaffen im Privatbesitz. In der Schweiz sind es 46 von 100. In Schweden sind es 32 von 100. Jäger, Sportschützen, Idioten wurden in diesen Berechnungen berücksichtigt. Wenn man in den USA jede einzelne Filiale von Starbucks, McDonald’s und Subway addiert, kommt man noch nicht mal annähernd auf die Gesamtzahl der Waffengeschäfte. Es sind ganze 65.000. Subway hat 27.000 Shops, McDonald’s 14.000 und Starbucks 11.000 (das macht zusammen 52.000) Nun gibt es auch noch unterschiedliche Supermarktketten, ca. 38.000 Stück, die ebenfalls Waffen und Munition verkaufen. Nicht alle Geschäfte, aber genügend. Im Oktober 2017 wurden in Las Vegas (Nevada) 58 Menschen erschossen und 800 verletzt, als ein Irrer aus seinem Hotelzimmer in ein Musikfestival feuerte.  Er war Stammkunde bei „Guns & Guitars“. Ein Geschäft, in dem Blockflöten und Handgranaten verkauft werden. Der Bundesstaat Nevada ist für Waffen-Narren der Himmel auf Erden. Keine Waffenlizenz nötig, die Waffen werden nicht registriert, der Besitz von halbautomatischen Gewehren mit großen Magazinen ist uneingeschränkt erlaubt und bei der Munition gibt es keine Mengenbeschränkung.

MEHR AUS DEM WEB
  • Jedes Jahr sterben ca. 30.000 Menschen in den USA durch Schusswaffen. Dazu zählen u.a. auch Selbstmörder und Unfälle.
  • 2/3 aller Waffenbesitzer sind in einem Haushalt mit Waffen aufgewachsen.
  • 3/4 waren Jünger als 18, als sie das erste Mal eine Waffe abfeuerten.
  • 29% von ihnen besitzen fünf oder mehr Waffen.
  • 1/4 der Waffenbesitzer tragen auch außerhalb ihres Hauses eine Waffe. Die meisten von ihnen sind fast immer bewaffnet.< /li>
  • NUR 54% der Waffenbesitzer, die Kinder haben, schließen ihre Waffe weg.
  • 52% der Amerikaner wollen, dass die Waffengesetze verschärft werden.
  • 66% aller Waffenbesitzer fordern, dass Lehrer in Schulen bewaffnet sind.

Amokläufe, eine traurige Historie

 Ich verzichte absichtlich darauf die Täter namentlich zu erwähnen. Sie sind es nicht wert.

  • Juli 2012, Colorado: während der „Batman“ Premiere werden zwölf Menschen getötet und 70 verletzt.
  • November 2017, Texas: 26 Besucher eines Sonntagsgottesdienstes werden erschossen.
  • Juni 2016, Orlando: In einem Schwulenclub gibt es 49 Todesopfer.
  • April 1999, wieder Colorado: in der Columbine-Schule erschießen zwei Schüler 12 Mitschüler und einen Lehrer.
  • Dezember 2012, Conneticut: 27 Menschen, darunter 20 Kinder, werden ebenfalls in einer Schule getötet.

Die Motive reichen von Geistesgestörtheit, über Rache, Familiendrama, verletztes Ego usw… Also zusammengefasst: Geistesgestörtheit. Nun will Trump, dass keine Waffen mehr an Geistesgestörte verkauft werden. Aber gibt es dafür eine Definition? Ist es der IQ? Vorliebe für Ego-Shooter? Das Toupet?

Diskussion – Waffenrechte: Und täglich grüßt das Murmeltier

Nach jeder Tragödie werden die üblichen und nichtsnutzigen Diskussionen wieder rausgekramt. „Die Waffengesetze müssen verschärft werden. Strengere Kontrolle blablabla…“. Es ist immer wieder dasselbe mit dem gleichen Ergebnis. Nichts, niente, nada, zero. Selbst die Anteilnahme und Pressekonferenzen der Politiker hören sich immer gleich an. Die Reden sind zu einer Pflichtübung geworden. Es erinnert stark an die Situation in der Firma, wenn ein Kollege Geburtstag hat. Man kennt ihn eigentlich nicht, muss aber gratulieren, weil es sich so gehört. Aber man will nicht, es ist lästig und dann muss auch noch Solitär unterbrochen werden. Ok, dann schleppt man sich halt zu Herrn X, dessen Namen man eh nicht kennt, schüttelt die verschwitzte Hand, krächzt ein „Alles Gute zum Geburtstag“ heraus und verdrückt sich wieder und widmet sich noch unwichtigeren Dingen im Leben. Eine Änderung der Waffengesetze wird niemals geschehen. Zum einen: Die Waffenlobby ist zu groß, zu mächtig und bringt pervers viel Geld ein. Die Gesetze bzw. Waffenrechte sind von Bundesstaat zu Bundesstaat verschieden. Was in New York verboten ist, kann in Kalifornien legal sein. Es herrschen tausende nationale, bundesstaatliche UND kommunale Vorschriften. Insgesamt kommen mehr als 20.000 Gesetze zusammen!! Das ganze sieht wie ein wirres, verknotetes Wollknäuel aus.

Waffengesetz USA – einen gemeinsamen Nenner gibt es:

Seit 1791 garantiert die US-Verfassung jedem Amerikaner eine Waffe besitzen zu dürfen. In ganz Amerika dürfen halbautomatische Waffen legal gekauft werden. Nur so zum Spaß.

Doku: Die Amis und ihre Waffen

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