Antarktis hilft beim Klimawandel: Wärmequelle macht Gletscher zunichte

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Der Pine Island Glacier macht uns schon lange Sorgen: Von all den Gletschern in der Antarktis schmilzt er am schnellsten. Rund ein Viertel des Eisverlustes des ganzen Kontinents geht auf sein Konto.

Nach neuen Forschungen ist aber unser wärmender Planet nicht der einzige Grund dafür.

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Dieser Gletscher hat Feuer unterm Arsch

Eine Analyse des Wassers rund um den Pine Island Glacier hat ergeben, dass da drunter noch mehr als pures Eis versteckt sein muss. Es gab hohe Konzentrationen von Helium-3-Gas in den Gewässern der Region und das war ein verräterisches Zeichen. Ja, aber ein verräterisches Zeichen für was denn? Helium-3-Gase weisen auf vulkanische Aktivität hin und sofort fiel es den Forschern wie Schuppen von den Augen: Da muss eine aktive Wärmequelle unter dem riesigen Gletscher sein.

Klimawandel – eine einzige Lüge?

Die News haben natürlich schnell Schlagzeilen gemacht und es wurde behauptet, die Eisschmelze hätte gar nichts mit dem Klimawandel zu tun. Da sind die Forscher aber anderer Meinung: „Der Klimawandel verursacht den Großteil der Gletscherschmelze, die wir beobachten. Diese neu entdeckte Wärmequelle hat einen noch unbestimmten Effekt, weil wir nicht wissen, wie sich die Wärme unter der Eisdecke verteilt“, sagt der Chemiker Brice Loose von der University of Rhode Island.

Wie schnell schmelzt unser Planet dahin?

Auch du hast es jetzt geschnallt: Der Klimawandel ist für einen großen Verlust der Gletscher verantwortlich. Die überraschende Entdeckung spricht da überhaupt nicht dagegen, aber die neue Quelle könnte dabei helfen, besser zu verstehen, warum sich die Eisschicht so zackig auflöst. „Die Vorhersage des Meeresspiegelanstiegs wird in den nächsten 100 Jahren eine Schlüsselrolle für die Wissenschaft spielen und das ist, woran wir gerade arbeiten. Wir beobachten und modellieren die Gletscher“, so Loose.

Die Entdeckung der Wärmequelle macht da einen dicken Unterschied. Die ganzen Berechnungen bezüglich Eisschmelze müssen über den Haufen geworfen und neu aufgerollt werden. Willst du ein Beispiel hören? Wenn der gesamte Pine Island Glacier schmelzen würde, müssen wir nach Ansicht der Forscher mit einem globalen Meeresspiegelanstieg von etwa 50 Zentimeter rechnen. Das ist echt nicht ohne!

Klimawandel trifft Vulkan: gefährliche Kombi!

Wind und Meer beeinflussen die Eisschmelze schon genug, jetzt ahnen die Forscher aber Böses: Der Klimawandel schwächt den Gletscher weiter, der Druck auf den Mantel wird geringer und schon entweicht mehr Wärme aus den darunter liegenden Gesteinen. Das schwindet das Eis nur noch rasanter dahin! Du denkst, das kann ja nicht so eine große Menge sein? Nun, letztes Jahr brach ein viermal so großes Eisstück wie ganz Manhattan vom Pine Island Glacier ab. Dann wird sich dieses Jahr wohl ein Eisbrocken so groß wie ganz New York vom Acker machen…?

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