83 schwarze Löcher entdeckt: Ist der Big Bang immer noch korrekt?

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Eine Entdeckung, die unser gesamtes kosmologisches Modell infrage stellt: Astronomen haben 83 Quasare im Universum entdeckt! Das sind supermassive schwarze Löcher, die älter sind, als wir es uns überhaupt vorstellen können. Sie entstanden, als das Universum noch in den Kinderschuhen steckte und erst 10 Prozent seines heutigen Alters erreicht hatte.

Was sind Quasare?

Quasare sind leuchtend galaktische Kerne, die zu den hellsten Objekten des Universums zählen. Wenn Gas um die schwarzen Löcher wirbelt, so erzeugt dies eine Reibung, die eine enorme Strahlung auslöst. So sind die Quasare auch noch aus Milliarden von Lichtjahren sichtbar. Bisher gingen die Forscher davon aus, dass sich die riesigen schwarzen Löcher aus zusammengebrochenen Kernen von massiven Sternen bilden. Das braucht aber enorm viel Zeit. Da stellt sich nur eine Frage: Wie zum Teufel sind all diese Quasare so früh in der Geschichte des Universums aufgetaucht? „Es ist bemerkenswert, dass sich so massive, dichte Objekte so kurz nach dem Urknall bilden konnten“, so der Astrophysiker Michael Strauss von der Princeton University. Weiter erklärt er: „Zu verstehen, wie sich schwarze Löcher im frühen Universum bilden können, und wie häufig sie sind, ist eine große Herausforderung für unsere kosmologischen Modelle.“

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Das Rätsel der Zeit

Wir wussten schon lange, dass Quasare da draußen herumschwirren. Aber diese verrückten und uralten schwarzen Löcher, die jetzt entdeckt wurden, wirbeln Staub auf. Astronomen aus Japan, Taiwan und den USA erweiterten die Suche nach schwarzen Löchern mit den Daten der Hyper Suprime-Cam auf dem Subaru Teleskop auf Hawaii und siehe da: Sie fanden Quasare, die über 13 Milliarden Lichtjahre entfernt liegen. Das Universum hat sich vor etwa 13.8 Milliarden Jahren gebildet. Die ersten Sterne kamen dann circa 500 Millionen Jahre später zum Vorschein. Nach dieser Rechnung hatten die Quasare nur wenige hundert Millionen Jahre Zeit, um sich zu bilden. Da fragen sich die Forscher: Wie haben das diese schwarzen Riesen nur geschafft?

Urknall, Sterne und was dann?

Kurz nach dem Urknall war das Universum eine Art dunkle, heiße „Ursuppe“ auf kosmischer Ebene, die sich sehr schnell ausbreitete. Nach der Ausdehnung kühlte es ab, sodass sich die Protonen und Neutronen zu ionisierten Wasserstoffatomen verbinden konnten. Ungefähr 240.000 – 300.000 Jahre nach dem Urknall zogen diese Wasserstoffatome Elektronen an, die zu neutralem Wasserstoff verschmolzen. Mit der Schwerkraft begannen sich die ersten Sterne und Galaxien zusammenzuziehen und die mit Wasserstoff gefüllten Lücken verschwanden zunehmend. Durch das ultraviolette Licht der neuen Sterne, Galaxien und Quasare regte den Wasserstoff dann an. Mit der neuen Entdeckung dieser 83 supermassiven schwarzen Löcher haben wir aber ein bisschen Hilfe gekriegt, um mehr über das frühe Universum zu erfahren. Vielleicht schweben noch ältere Quasare im All herum, wodurch wir plötzlich herausfinden, wann die allerersten Quasare geboren wurden. „Wir werden auch etwas über die Entstehung und frühe Entwicklung supermassiver Schwarzer Löcher lernen, indem wir die gemessene Zahlendichte und Leuchtdichteverteilung mit Vorhersagen aus theoretischen Modellen vergleichen,“ so der Astronom Yoshiki Matsuoka von der Ehime University in Japan. “Die von uns entdeckten Quasare werden ein interessantes Thema für aktuelle und zukünftige sein.“

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