Neues aus  Simpsons-Schmiede  Sauf-Humor auf  blutige Art „Disenchantment“

Neues aus der Simpsons-Schmiede: Sauf-Humor auf die blutige Art „Disenchantment“

Musik & TV

Am Freitag, 17. August, ging weltweit die neue Serie “Disenchantment” (“Enttäuschung”) online. Um 9 Uhr deutscher Zeit klickte der Streaming-Riese Netflix den Startknopf und brachte die Geschichte um Prinzessin Bean und dem Elf Elfo ins Netz.  Die Serie stammt aus der Feder von Simpsons- und Futurama-Schöpfer Matt Groening. Grund genug, sie einmal durchzubingen und zu bewerten – taugt das neue Format etwas oder gilt hier: nomen est omen?

Zwangshochzeit und Schwert im Schädel

Das Intro der Serie klingt, als hätte man das “Game of Thrones”-Theme von einer irischen Folkband auf Speed komponieren lassen und auch im Verlauf der Serie entdeckt man viele Szenen und Situationen, die an die epische HBO-Serie erinnern. Was natürlich dem mittelalterlichen Setting geschuldet ist. Unabhängig davon sind natürlich auch sonst im neuesten Groening-Werk ausreichend popkulturelle Anspielungen versteckt. Die Geschichte handelt von Prinzessin Bean, die sich ganz und gar nicht Prinzessinnen-like in den Kneipen des Königreichs Dreamland herumtreibt. Bekannt dafür, besonders trinkfest, geschickt im Glücksspiel und unadelig schnell aus den Klamotten zu sein, versucht sie zu Beginn der Serie ihrem bis dahin größten Unglück zu entgehen: ihrer Hochzeit. Natürlich hat ihr Vater den Zukünftigen auserwählt, um sein Königreich zu verbessern. Durch einen dummen Zufall ist jedoch Prinzessin Bean für den plötzlichen Tod des Auserwählten direkt vor dem Altar verantwortlich: Beim Versuch, den Ehering aufzuheben, rammt er sich versehentlich ein Schwert in den Schädel. An einem aus Schwertern bestehendem Thron. Er behauptet zwar mit Nachdruck, noch am Leben zu sein, aber irgendwie interessiert das niemanden. 

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Lachend ins mittelalterliche Verderben

Zeitgleich wird der Dämon Luci von bösen Mächten losgeschickt, um Prinzessin Bean vom Pfad der Tugend zu bringen und ins Verderben zu locken – er hat also einen extrem entspannten Job, wie sich schnell herausstellt. An einem weiteren Schauplatz werden wir Zeuge, wie der Elf Elfo sich von seinem im Wald versteckten Elfenvolk trennt, da er mehr erleben möchte als immer nur fröhlich zu sein und Süßigkeiten zu essen. Und irgendwie verstricken sich die Schicksale dieser drei Antihelden derart, dass sie ab sofort nicht nur gemeinsam auf Abenteuersuche gehen – teils durchaus auch um unliebsame Personen aus dem Leben zu befördern – sondern eine enge Vertrautheit zueinander aufbauen und sogar ihr Leben füreinander riskieren. Das alles im Gewand des typischen Simsons-/Futurama-Animationsstils.  Die erste Episode wirkt noch sehr gekünstelt inszeniert, die Gags zünden nur selten, entlocken aber zumindest das ein oder andere Schmunzeln. Was nicht untypisch ist, schließlich geht es ja darum, das Setting auf-, und die Figuren vorzustellen. Ab Folge drei scheinen die Autoren da angekommen zu sein, wo sie grob hin wollten. Pointierte Oneliner, skurrile Situationen, Running-Gags aus dem Off und unerwartete irrationale Handlungen der Charaktere sind zwar jetzt keine Neuerfindung des Wagenrades, aber – und so ehrlich muss man sein – sie funktionieren. Auch wenn “Disenchantment” ein paar Folgen braucht, bis es Fahrt aufnimmt, lohnt sich der Blick in die mittelalterliche Sagenwelt allemal.


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