Football hooligans in a stadium support team

Schluss jetzt! Das muss sich im deutschen Fußball ändern

Fußball

Langweilige Spiele, taktische Mängel, schlecht im Vergleich zur internationalen Konkurrenz: Fans kritisieren regelmäßig die Entwicklungen im deutschen Fußball. Und jetzt bekommen sie prominente Unterstützung! So sagte zum Beispiel Armin Veh, Sportchef beim 1. FC Köln: „Ich warne davor, dass wir uns in der Bundesliga zu wohl fühlen. Wir haben ein tolles Produkt, müssen aber aufpassen, dass wir damit nicht einschlafen.“ Der ehemalige Stuttgarter Meister-Trainer forderte Veränderungen bei den Klubs, wie er der „Bild am Sonntag“ (BamS) verriet.

Veh schaltet „bei vielen Spielen weg“

„Wir müssen wieder Typen rausbringen, nicht alle über einen Kamm scheren. Sportlich brauchen wir wieder Dribbler“, so Veh. Schon Jugendspieler müssten „gegen den Ball arbeiten“ und dürften „nur noch passen. Da darf ja keiner mehr dribbeln“. „Wir müssen umdenken“, forderte Veh. Er findet außerdem: in der Bundesliga gibt es „zu wenig attraktive Spiele. Auch die Auftritte und Ergebnisse unserer Klubs im internationalen Wettbewerb waren nicht gut“. Wenn er sich ein Spiel ansehe, sei er ja nicht nur Manager, sondern auch Konsument. „Da schalte ich inzwischen bei vielen Spielen weg“, sagte Veh.

Auch Rudi Völler äußert sich

Ebenfalls in der BamS äußerte sich auch Leverkusens Sportchef Rudi Völler. Er sagte über die deutschen Klubs in der Europa League: „Wenn man als Liga mit vier Klubs in den Wettbewerb geht und nach der Gruppenphase sind alle raus, dann ist das zu wenig.“ Allerdings findet Völler auch: „Was machen wir denn, wenn in zwei Monaten Bayern Champions-League-Sieger ist und Leipzig hat die Europa League gewonnen? Dann haben wir ja trotzdem nicht die beste Liga in ganz Europa!“

Bundestrainer Joachim Löw bemängelt Taktik

Auch Bundestrainer Jogi Löw findet, dass der deutsche Fußball Nachholbedarf hat. Wie er in einem Eurosport-Interview sagte, spielen seiner Meinung nach die meisten deutschen Teams mit zu vielen hohen Bällen, anstatt mit Kombinationsfußball. „Verteidigen können alle. So kommt es zu Ergebnissen, die man so nicht erwartet“, sagte Löw – und spielte damit auf die zum Teil enttäuschenden Spiele in der Europa League an. Borussia Dortmund zum Beispiel ist gegen Salzburg ausgeschieden.

DFB-Direktor Bierhoff: „Wir müssen aufpassen“

DFB-Direktor Oliver Bierhoff brachte es im Gespräch mit dem „Handelsblatt“ (Paywall) auf den Punkt: Auch in der Bundesliga interessiere „am Ende viele lediglich das Geld“. „Deshalb werden derzeit etwa die Premier League, Paris oder Barcelona auch für die deutschen Jungstars immer interessanter.“ Der DFB macht sich laut Bierhoff dazu Gedanken, wie diese Entwicklungen gestoppt werden könne. Die Nationalmannschaft hat dabei noch einen Vorteil: „Wir haben ja keine Verträge mit den Spielern. Da überwiegt definitiv noch dieser Funken Magie, dass jeder einfach dabei sein möchte“, so Bierhoff. Angesprochen auf die wahnsinnigen Ablösesummen wie zum Beispiel für Neymar (222 Millionen), sagte der DFB-Mann: „Wir alle müssen aufpassen, nicht das Gefühl für die Summen zu verlieren, aber auch für die Emotionen der Fans. Die Gefahr besteht – und erst recht dann, wenn das Produkt, also die Leistung auf dem Platz, den Gagen nicht mehr zu entsprechen scheint. Es muss wieder mehr um den Sport gehen, nicht nur um Transfers, Ablösesummen und Jahresgehälter.“


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