LOS ANGELES - JUL 13:  Dirk Nowitzki in the Press Room of the 2011 ESPY Awards at Nokia Theater at LA Live on July 13, 2011 in Los Angeles, CA

Von Rekord zu Rekord – Dirk Nowitzki: The German Wunderkind

Außergewöhnliche Sportler

Dirk Nowitzki kann es einfach nicht lassen. Der mittlerweile 40-J√§hrige gab vergangene Woche nach langer Verletzungspause sein Comeback in der NBA und l√§uft damit seit 21 (!) Spielzeiten f√ľr die Dallas Mavericks auf.Ein weiterer unfassbarer Meilenstein seiner Karriere.

Dirk is back!

Am Ende waren es nur 6:10 Minuten, die Nowitzki beim Ausw√§rtsspiel gegen die Phoenix Suns auf dem Feld stand. Diese reichten ihm aber aus, um einen weiteren Rekord aufzustellen. 21 Jahre beim gleichen NBA-Team, das hat vor ihm noch keiner geschafft.Zwar war ihm die achtmonatige Pause deutlich anzumerken, doch mittlerweile nimmt Nowitzki f√ľr seine Mavs sowieso eine ebenso wichtige Rolle au√üerhalb des Platzes ein. Er soll seinem potentiellen Nachfolger Luka Doncic, der vor der Saison von Real Madrid gekommen war, seine Erfahrungen weitergeben und diesen zum n√§chsten Mavericks-Star aufbauen. Dass eine solche Entwicklung einige Jahre dauern kann, ist am Beispiel von Nowitzki selbst zu erkennen.

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Von W√ľrzburg in die gro√üe Welt

Nachdem er seinem Heimatverein DJK W√ľrzburg 1998 mit starken Leistungen in die 1. Bundesliga verhalf, wurden erstmals Scouts aus Amerika auf ihn aufmerksam. Als der damals 19-J√§hrige dann auch noch bei einem Auswahl-Spiel in den USA √ľberzeugte, w√§hlten ihn die Milwaukee Bucks schlie√ülich im selben Jahr im NBA-Draft als neunter Spieler aus. Er wurden dann aber gegen Robert Traylor von den Dallas Mavericks getauscht, was sich f√ľr die Mavs sp√§ter als den besten Deal ihrer Franchise-Geschichte herausstellte.Nachdem er im ersten NBA-Jahr noch deutliche Probleme mit dem hohen Tempo und den k√∂rperlich robusteren Spielern hatte, steigerte sich der 2,13m Mann in den folgenden Spielzeiten und f√ľhrte die Mavs 2000/2001 erstmal seit elf Jahren wieder in die Playoffs. Im Jahr 2002 nahm Nowitzki sogar erstmals am All-Star Game teil, weitere zw√∂lf Teilnahmen folgten bis heute.

Der Mannschaftserfolg bleibt aus

Die Saison 2005/2006 h√§tte der H√∂hepunkt seiner Karriere sein k√∂nnen. Mit einem unglaublichen 50-Punkte Spiel im Halbfinale gegen Phoenix hatte er einen riesigen Anteil am Einzug in das NBA-Finale seiner Mannschaft. Dort standen die Mavs nach einer 2:0 F√ľhrung bereits dicht vor dem Triumph, doch am Ende hie√ü es 2:4 gegen die Miami Heat. F√ľr den ‚ÄěDirkules‚Äú war es die wohl bitterste Erfahrung seiner langen und erfolgreichen Laufbahn.Angetrieben von der Finalniederlage holten die Mavericks ‚Äď mit einem erneut b√§renstarken Nowitzki – in der folgenden Regular Season 67 Siege und galten als einer der Favoriten auf den Titel. Was dann folgte, ist bis heute kaum zu erkl√§ren: In der ersten Play-Off Runde flog der hochgehandelte Vorjahres-Finalist gegen die Golden State Warriors raus und blamierte sich dabei gewaltig. Einziger Trost f√ľr Nowitzki: Er wurde zum MVP der regul√§ren Saison gew√§hlt.Auch in den Spielzeiten danach f√ľhrte der W√ľrzburger sein Team stets in die Play-Offs, doch zum gro√üen Triumph sollte es nicht reichen ‚Äď bis zum Jahr 2011.

Der Traum wird Realität

In der Saison 2010/2011 sollte f√ľr Nowitzki endlich der langersehnte Traum vom NBA-Champion in Erf√ľllung gehen. Nachdem in den Play-Offs die Teams der Portland Trail Blazers, Los Angeles Lakers und der Oklahoma City Thunder ausgeschaltet wurden, warteten im Finale erneut die Miami Heat, mit denen die Mavs aufgrund der Finalniederlage 2006 noch eine Rechnung offen hatten.Trotz des gegnerischen Supertrios, das aus Dwyane Wade, Chris Bosh und keinem geringeren als LeBron James bestand, gewannen die Mavs die Serie tats√§chlich mit 4:2, was den ‚ÄěDirkules‚Äú zum ersten deutschen NBA-Champion in der Geschichte machte. Dass er zudem zum Finals-MVP gew√§hlt wurde, w√ľrdigte seine grandiosen Leistungen in den Endspielen umso mehr.

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Von Rekord zu Rekord

In den darauffolgenden Spielzeiten hatte Dallas ‚Äď aufgrund einiger Abg√§nge ‚Äď nichts mehr mit dem NBA-Titel zu tun. Das hinderte den W√ľrzburger aber nicht daran, weitere zahlreiche Rekorde aufzustellen.So wurde er 2015 zum einzigen Spieler der NBA-Geschichte, der mindestens 25.000 Punkte, 10.000 Rebounds, 1.000 Blocks sowie 1.000 Dreier erzielt hat. Auch in der All-Time Scoring Liste ist Nowitzki mit √ľber 31.000 Punkte mittlerweile auf den siebten Rang vorgedrungen. Aber wer wei√ü, vielleicht kann der 40-J√§hrige noch einen Platz gutmachen.https://www.youtube.com/watch?v=zDebdnDG6jA

Auch f√ľr Deutschland spielte Nowitzki gro√ü auf

Ebenfalls starke Leistungen lieferte Nowitzki f√ľr die Nationalmannschaft ab. Zwischen 1997 und 2015 streifte er insgesamt 153 Mal das deutsche Trikot √ľber und erzielte dabei stolze 3.045 Punkte, wodurch der Power Forward auch hier den Topscorer darstellt. H√∂hepunkte seiner L√§nderspielkarriere waren sicherlich die Bronzemedaille bei der WM 2002 sowie der zweite Platz bei der EM 2005. Bei beiden Turnieren hatte er entscheidenden Anteil am Erfolg der Deutschen und gewann jeweils die Titel als Topscorer und MVP des Turniers.Zu einem internationalen Titel hat es f√ľr den W√ľrzburger am Ende nicht gereicht, was seine gro√üartige Laufbahn allerdings nicht schm√§lert. M√∂glicherweise k√∂nnen wir uns sogar auf eine weitere Saison mit dem ‚ÄěGerman Wunderkind‚Äú freuen, denn Nowitzki schloss zuletzt eine erneute Vertragsverl√§ngerung bei seinen Mavs nicht aus.

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