Robert Lewandowski –  ehrlicher Fußballprofi

Robert Lewandowski – ein ehrlicher Fußballprofi

Fußball

Er kann es mit dem Kopf, er kann es mit dem Fuß: Bayern-Spieler Robert Lewandowski hat auch am Wochenende bei der Bundesliga-Partie wieder gezeigt, was für ein guter Stürmer er ist. Zwei Tore steuerte er zum 4:0-Sieg der Münchner gegen den 1. FSV Mainz 05 bei.Zuletzt hat es viel Wirbel um Lewandowski gegeben: Da ist zum einen das Wechselgerücht, dass er zu Real Madrid will, zum anderen hatte er den FC Bayern in einem Interview ungewohnt offen kritisiert – und zwar zum Thema Transferpolitik.Darum stellen sich derzeit viele Bayern- und Fußballfans die Frage: Geht er oder bleibt er? Lewandowski selbst sagte nach der Partie gegen Mainz: „Ich muss nicht zu jedem Quatsch etwas sagen.“ Ein möglicher Wechsel zu Real Madrid war wegen eines Berichts der spanischen Zeitung „AS“ aufgekommen. Lewandowski sei „besessen“ davon, zu den „Königlichen“ zu wechseln, hieß es in dem Bericht. Demnach hat der polnische Stürmer seinen Beratern bereits mitgeteilt, dass er ab dem kommenden Sommer in der Mannschaft mit Superstars wie Cristiano Ronaldo oder Toni Kroos spielen wolle.Fakt ist: Der Pole hat im vergangenen Jahr seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2021 verlängert. Er zeigte sich zuletzt aber auch unzufrieden mit seinem Klub.

Streit mit Vorstandschef Rummenigge

So kritisierte der 29-jährige Stürmers in einem Interview mit dem „Spiegel“ die Transferpolitik des FCB. „Bayern muss sich etwas einfallen lassen und kreativ sein, wenn der Verein weiter Weltklassespieler nach München lotsen will“, so der Stürmer. „Bis heute hat Bayern München nie mehr als rund 40 Millionen an Ablösesummen für einen Spieler bezahlt.“ Dies sei im weltweiten Fußball „schon längst eine Summe, die eher Durchschnitt als Spitzenwert ist“.Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge reagierte und sagte der „Bild“-Zeitung: „Wer öffentlich den Trainer, den Verein oder die Mitspieler kritisiert, kriegt ab sofort Stress mit mir persönlich.“ Rummenigge erinnerte angesichts der Real-Diskussion daran, dass es keine Ausstiegsklausel in Lewandowskis Vertrag gibt.Das Problem: Verträge halten Fußballer nicht mehr von einem Wechsel ab. Aktuelles Beispiel: Ousmane Dembélé. Der Spieler hatte noch bis 2021 einen Vertrag bei Borussia Dortmund, wollte aber unbedingt zum FC Barcelona wechseln. Als er nicht durfte, streikte er zwei Wochen lang und kam nicht ins Training. So erzwang der 20-Jährige den Transfer. Das ist zugegeben ein Extremfall – zeigt aber, wie es laufen kann.

Erfolg und Geld wichtiger als Loyalität

„Wenn ein Spieler wirklich wechseln will, dann kann er das in der Regel auch durchsetzen“, sagte Lewandowski im bereits erwähnten „Spiegel“-Interview. „Die Machtverhältnisse im Fußball haben sich in den vergangenen Jahren extrem verschoben, und zwar zugunsten der Spieler.“_rl9-1

?hl=de&taken-by=_rl9In dem Gespräch äußerte sich der polnische Stürmer auch zum Thema „Loyalität im Profifußball“: „Man sollte aufhören, den Profifußball mit solchen Emotionen zu überlagern. Loyalität ist zwar ein schönes Wort, eine wunderbar romantische Vorstellung und im Privatleben auch ein wichtiger Wert“. Im Spitzensport zählen laut Lewandowski aber ganz andere Werte, nämlich „Erfolg und Geld“.

Lewandowski ist ehrlich

Wer jetzt von Lewandowski enttäuscht ist, dem sage ich: Der Typ ist wenigstens ehrlich. Es geht im Fußball nur noch darum, Geld zu verdienen und die Gewinne hochzutreiben. Ich gehe davon aus, dass Lewandowski seinen Vertrag bis 2021 nicht erfüllen wird. Zum einen wegen seiner Sichtweise auf den Profifußball. Zum anderen, weil es danach aussieht, als ob das Management von Lewandowski – wie schon beim Wechsel vom BVB zum FCB – den Transfer medial vorbereitet.Mit Lewandowski würden die Bayern ihren besten Stürmer verlieren. Der Pole war in der Saison 2015/2016 Torschützenkönig der Bundesliga. In dieser Spielzeit erzielte er 30 Treffer. Das gelang ihm auch in der vergangenen Bundesliga-Saison (nur Pierre-Emerick Aubameyang vom BVB war damals besser, er kam auf 31 Treffer). Insgesamt schoss Lewandowski in 100 Bundesliga-Partien für den FC Bayern München 82 Tore.

Bildquelle

  • Instagram: _rl9 (Bild Nr.: #1)

Was sagst du? Klicke auf die Emoji!

Cooles Smily von Man On A MissionCool
Lachendes Smily von Man On A MissionHaha
Ich will Smily von Man On A MissionIch will
Wow Smily von Man On A MissionWow
Wütendes Smily von Man On A MissionWütend

  • 1. Bundesliga: Wer krallt sich die Herbstmeisterschaft?
    Men in Style – die Super-Trainer: Klopp, Mourinho und Guardiola
    Europa League: Die Stimmen nach dem Showdown für Gladbach & Co.
    Champions League: Vorrunden-Aus für Hochkaräter?
    Deutsch-argentinische Duelle: Der ewige Klassiker